Selbstvertrauen: Wieso diese Schwierigkeiten?

In meiner Arbeit als Mentalcoach begegne ich immer wieder dem Thema Selbstvertrauen. Es ist ein zentrales Element, das nicht nur im Sport, sondern auch im Berufsleben eine grosse Rolle spielt. Gerade bei der jungen Generation stelle ich oft eine gewisse Unsicherheit fest, was das Selbstvertrauen betrifft. Es fehlt oft an Verständnis und Wissen darüber, wie man es positiv beeinflussen kann.

Ein junger Eishockeyspieler beispielsweise steht unter dem Einfluss zahlreicher Faktoren: von der Familie und dem nahen Umfeld über verschiedene Coaches und die Schule bis hin zu sozialen Medien. Diese Vielzahl an Einflüssen, einschliesslich moderner Statistiken und Bewertungs-Tools, die jede Leistung analysieren, führt dazu, dass man sich oft überfordert fühlt und den Kontakt zu sich selbst verliert. Genauer gesagt: All diese Einflüsse fördern eine starke Kopflastigkeit. Es ist beunruhigend, wie sehr wir dadurch von äusserer Bestätigung abhängig werden.

Deshalb ist es mir ein Anliegen, das Thema Selbstvertrauen in den Mittelpunkt zu stellen. Es ist entscheidend, zu verstehen, wie wir unser Selbstvertrauen stärken und ein gesundes Verhältnis zu uns selbst entwickeln können. Nur so können wir den zahlreichen Einflüssen standhalten und unser volles Potenzial entfalten.

Selbstvertrauen im Alltag und Berufsleben

Nicht nur im Sport, sondern auch im Alltag und in der Businesswelt begegne ich immer wieder Menschen, die mit ihrem Selbstvertrauen kämpfen. Besonders auffällig ist die Abhängigkeit von externem Feedback. Ein typisches Beispiel ist jemand, der gerade einen neuen Job angetreten hat. In den ersten Monaten steht man oft unter enormem Druck, fühlt sich gestresst und macht sich viele Gedanken. Man kämpft sich durch diese Phase, oft überfordert, bis endlich das ersehnte positive Feedback vom Vorgesetzten kommt. Erst dann kann man durchatmen und etwas entspannen. Diese Abhängigkeit von äusseren Bestätigungen ist ein weit verbreitetes Phänomen, das unser Selbstvertrauen beeinflusst.

Bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema Selbstvertrauen

Wenn Selbstvertrauen ein zentrales Thema ist, sollte man sich bewusst und gezielt damit auseinandersetzen. Hier komme ich als Mentalcoach ins Spiel. Mit meinem handlungs- und zielorientierten Ansatz kann ich Menschen dabei unterstützen, ihre eigenen Lösungen zu finden und ein tieferes Verständnis für ihre mentale Stärke zu entwickeln. Indem ich ihnen die passenden Tools an die Hand gebe, können sie selbstständig und mit Eigenverantwortung weiter an ihrem Selbstvertrauen arbeiten. Das Schöne daran ist, dass der Prozess eigentlich sehr einfach sein kann – man muss sich nur bewusst mit dem Thema auseinandersetzen.

Positive Entwicklungen und die Bedeutung von Eigenverantwortung

Ich beobachte erfreulich positive Entwicklungen (insbesondere im Sport), wo das Bewusstsein für mentale Stärke stetig wächst. Trainer und Führungspersonen erkennen zunehmend, wie wichtig es ist, Sportler und auch Angestellte gezielt in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Diese Tendenz zu einem bewussteren Umgang miteinander und einem veränderten Führungsstil ist ermutigend.

Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass die Eigenverantwortung eine noch grössere Rolle spielen muss. Gerade junge Menschen sollten sich diesem Thema öffnen, an ihrer mentalen Stärke arbeiten und Verantwortung für sich selbst übernehmen wollen. Doch was bedeutet Eigenverantwortung in diesem Kontext ganz konkret? Es bedeutet, herauszufinden, wie ich mein Selbstvertrauen eigenständig und gezielt stärken kann – unabhängig davon, ob mir gerade jemand von aussen Rückmeldung gibt oder nicht.
Natürlich ist positives Feedback aus dem Umfeld wertvoll. Ich kann mir dieses sogar proaktiv einholen, bei Menschen, die mir guttun: Familie, Freunde, Teamkolleg:innen. Doch noch wichtiger ist die Fähigkeit, im Umgang mit sich selbst Bedingungen zu schaffen, die das Selbstvertrauen stärken, stabilisieren und in schwierigen Momenten wieder zugänglich machen. Hier kommen wir zum Kern des Ganzen: das Mindset.


Ein handlungs- und lösungsorientiertes Denken ist genau das, was ich unter Meta Performance Mindset verstehe (mehr dazu in einem meiner vorherigen Blogbeiträge). In meinen Coachings geht es darum, gemeinsam genau diese individuellen Werkzeuge zu entwickeln und in den Alltag zu übertragen.
Mein Ziel ist es, dich dahin zu bringen, dass du eigenständig Verantwortung übernimmst und mit einer mental gestärkten Haltung den spannenden Herausforderungen des Lebens begegnest.

Trotzdem besteht weiterhin eine gewisse Hemmschwelle, sich bei einem Mentalcoach zu melden. Dabei bin ich überzeugt: Wer reflektiert und erkennt, dass im mentalen Bereich noch Potenzial liegt, sollte den Mut aufbringen, daran zu arbeiten.

Ob Unternehmen, Vereine, Sportclubs oder Einzelpersonen – mentale Stärke betrifft uns alle.
Es lohnt sich, den eigenen Weg bewusst zu gestalten und Unterstützung anzunehmen, wenn sie nötig ist. Ich bin zuversichtlich, dass wir als Gesellschaft auf dem richtigen Weg sind – hin zu mehr Bewusstsein, mehr Selbstverantwortung und einer neuen Stärke, die von innen kommt.

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